Gemüsebrühe-Pulver selber machen

Gemüsebrühe-Pulver ist so ein Vorrat, den jeder in der Küche hat und fast immer als Fertigprodukt im Supermarkt kauft. Wer aber Allergien hat oder sich z.B. LowCarb ernähren möchte, stößt mit Fertigprodukten gerade bei Gemüsebrühe schnell an seine Grenzen. Das muss aber gar nicht sein, denn Gemüsebrühe-Pulver ist super einfach selber gemacht, lässt sich prima aufbewahren und ist auch gleich viel abwechslungsreicher, wenn man immer mal andere Mengen und Zutaten ausprobiert.

Zutaten

  • 2 kleine Speisezwiebeln
  • 2-3 Stängel Liebstöckel
  • 1 Stange Lauch
  • 150-200g Sellerieknolle
  • 1 kleine Petersilienwurzel
  • 2 mittlere Karotten
  • 1 Bund Petersilie
  • 30g Salz

etwa 100g Gemüsebrühe-Pulver

1 Stunde Vorbereitung, 7h Zeit zum Trocknen im Ofen, 15 Minuten zum Zerkleinern Abfüllen

Zubereitung

  1. Liebstöckel und Petersilie waschen und sehr gut trocken schütteln.
  2. Die Karotten waschen, die Enden abschneiden und in etwa 5 cm lange Stücke schneiden.
  3. Die Petersilienwurzel waschen und ebenfalls in etwa 5 cm lange Stücke schneiden. Nach Bedarf auch halbieren.
  4. Die Sellerieknolle ebenfalls waschen und in ähnlich große Stücke schneiden.
  5. Das Lauch waschen und auch in passende Stücke schneiden.
  6. Die Zwiebeln schälen und halbieren oder vierteln.
  7. Das Gemüse und die Kräuter zusammen im Multizerkleinerer mit der groben Scheibe raspeln.
  8. Die Gemüsemischung noch einmal gut durchrühren, ggf. Wasser etwas ausdrücken und gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen.
  9. Das Backblech in den Backofen schieben und für etwa 7 Stunden bei 70°C Umluft trocknen. Dabei einen Kochlöffel in die Backofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  10. Nach etwa 20 Minuten kontrollieren, dass die Temperatur passt. Das Gemüse sollte an den Rändern schon anfangen zu trocknen. Es sollte aber nicht braun oder matschig werden. Dann ist die Temperatur zu hoch.
  11. Im Verlauf der Trockenzeit immer mal wieder prüfen und nach Bedarf ein bisschen umrühren, damit das Gemüse gleichmäßig trocknet.
  12. Das Gemüse ist richtig trocken, wenn man es ohne Mühe zwischen den Fingern zerreiben kann.
  13. Das getrocknete Gemüse wieder in den Multizerkleinerer geben und bei hoher Drehzahl pulverisieren.
  14. Anschließend das Salz untermischen und in einem luftdichten Gefäß aufbewahren.

Die Backofentemperatur sollte man prüfen, damit es nicht zu heiß oder zu kalt ist. Backöfen haben selten die Temperatur, die auf ihrer Skala angegeben ist, jeder weicht individuell etwas ab. Es lohnt sich das einmal mit einem Backofen-Thermometer auszumessen.

Das fertige Gemüsebrühe-Pulver kann mehrere Monate aufbewahrt werden. Wie das Fertigprodukt eignet es sich nicht nur, um schnell eine Gemüsebrühe zu zaubern, es ist auch ein prima Würzmittel für fast alle Gelegenheiten.

In die Gemüsemischung kann man gerne auch andere Dinge wie Kohlrabi oder Kartoffel mischen. Nach Belieben passen auch Knoblauch, Frühlingszwiebel oder Chili hinein. Erlaubt ist alles, was schmeckt.

Wenn man regelmäßig Gemüsebrühe-Pulver machen möchte, ist ein Multizerkleinerer Pflicht, weil sonst das Schneiden oder Hobeln einfach zu aufwändig wird. Wer es nur einmal ausprobieren möchte, kann aber auch zum Messer oder Gemüsehobel greifen und das Gemüse in so feine Streifen wie möglich schneiden. Eventuell sollte man dann für die Trocknungszeit etwas mehr Zeit einplanen.

Ein sehr schönes Video dazu gibt es von kochkino – hier gibt es aber gleich drei Backbleche voll:

 

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